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Das illegale Filesharing von Musik bleibt teuer!

Heiß erwartet wurde der Ausgang eines Berufungsverfahrens vor dem OLG Köln (Az.: 6 U 67/11), in dem eine Anschlussinhaberin sich unter anderem gegen die Zahlung von Schadensersatz von insgesamt 3.000,- € an die vier größten...[mehr]


Anschlussinhaber haftet nicht für Verletzung des Ehepartners!

Nachdem bereits gerade erst das OLG Köln, 16.05.2012, Az.: 6 U 239/11 entschieden, dass es keine generelle Haftung für Urheberrechtsverletzungen durch den Ehepartner gibt vertritt nunmehr auch das AG Frankfurt am Main, Urteil...[mehr]


Keine Haftung der Eltern für illegales Filesharing minderjähriger Kinder!

Seit gestern steht fest, dass Eltern nicht für das illegale Filesharing ihrer minderjährigen Kinder haften, wenn sie ihren Kindern die illegalen Down- und Uploads verboten haben und es bis zu diesem Urheberrechtsverstoß keine...[mehr]


Chartcontainer

Sog. Chartcontainer oder Sampler erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Hierrunter versteht man Zusammenstellungen diverser Interpreten und Musikstücke, die entweder gerade aktuell sind oder nach Themen zusammengestellt sind. Zu den bekanntesten Sampler gehören etwa die „Bravo Hits“. Im Zeitalter des Internets können diese einfach in sog. Tauschbörsen heruntergeladen werden. Dies dauert nur wenige Minuten und kostet keinen Cent. Stopp! Das Herunterladen ist illegal und wird massiv verfolgt. Wer sich etwa die German „Top 100 Single Charts“ herunterlädt läuft Risiko  gleich mehrere Abmahnungen zu erhalten. Warum? Ganz einfach. Auf dem Chartcontainer sind 100 Lieder von verschiedenen Interpreten und Rechteinhaberin enthalten.  Diese werden häufig von verschiedenen Anwaltskanzleien vertreten. Bei 100 Titeln besteht daher die konkrete Gefahr, dass ebenso viele Abmahnungen drohen können. Derzeit werden in der Regel neben der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung Pauschalbeträge für die Rechtsanwaltskosten der abmahnenden Kanzlei und als Schadensersatz für die Rechteinhaber des Musikstücks 350,00 - 450,00 Euro pro Musiktitel gefordert. Sobald Sie eine erste Abmahnung erhalten haben, sollten Sie schnell reagieren und einen aufs Urheberrecht spezialisierten Rechtsanwalt aufsuchen bevor weitere Abmahnungen in Ihrem Briefkasten landen. Unter Umständen können weitere Abmahnungen vermieden werden, so dass das Kostenrisiko erheblich reduziert wird.

Wie reagieren Sie richtig?

1. Abmahnungen nicht ignorieren!

Den Kopf in den Sand stecken hilft jetzt nicht weiter. Auf Abmahnungen sollte innerhalb der gesetzten Frist reagiert werden, sonst drohen Gerichtsverfahren mit noch viel höheren Kosten als in der Abmahnung.

2. Nicht Unterschreiben – Nicht zahlen

Oft kommen Mandanten zu uns, die einfach unterschrieben haben und den Betrag bereits überwiesen haben. In diesen Fällen ist eine echte Hilfe nur noch sehr schwer möglich. Die beigefügten Unterlassungserklärungen sind oft zu weit gefasst und müssen daher nicht unterschrieben werden. Es sollte auch überprüft werden, ob überhaupt eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben ist.

3. Ruhig bleiben

Lassen sie sich nicht durch kurze Fristen aus der Ruhe bringen. Gerade wegen der Gefahr weiterer Abmahnungen kann voreiliges Handeln erhebliche Folgen haben. Wir können auch am letzten Tag der Frist oder auch danach falls Sie etwa im Urlaub waren vieles retten. 

4. Keine Kontaktaufnahme mit der Gegenseite

Wir können nicht empfehlen mit der Gegenseite Kontakt aufzunehmen. Die gegnerischen Anwälte versuchen Ihnen einzureden, dass Sie am besten einfach unterschreiben und zahlen sollten.

Vorbeugende Unterlassungserklärung?

Wegen der Gefahr von weiteren Abmahnungen kann es Sinn machen vorbeugende Unterlassungserklärungen abzugeben. Die Vor- und Nachteile sollten aber sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Immerhin gilt eine Unterlassungserklärung 30 Jahre lang und ist mit hohen Vertragsstrafen verbunden. Diesbezüglich beraten wir Sie gern!

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